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Die Regulierung natürlicher Monopole und der Strompreis Drucken E-Mail
Dienstag, 22. Mai 2007

Gastbeitrag von Dr. Frank R. Hochapfel und Magnus Hoffmann 

stromleitung

Das Thema Energiepreise ist zur Zeit in aller Munde. Wer aber einmal versucht, der aktuellen Diskussion zu folgen, wird sehr schnell feststellen, daß er hier ohne ein solides ökonomisches Grundgerüst nicht weit kommt. Die Vielzahl der vorgetragenen Argumente und Ansichten spiegelt nicht nur die wirtschaftspolitische Relevanz sondern auch die hohe Komplexität der Thematik wider. Dieser Artikel ist ein Versuch, etwas Licht in dieses Dunkel zu bringen und die grundlegenden ökonomischen Zusammenhänge zu beleuchten.

Beim Gut „Strom“ kann man zunächst im wesentlichen drei grundsätzlich voneinander unabhängige Märkte unterscheiden:

  1. Die Erzeugung von Strom (also der Betrieb von Kern-, Kohle-, Gas-, Windkraftwerken usw.)
  2. Der Transport von Strom (d.h. der Betrieb von Stromnetzen)
  3. Der Vertrieb von Strom (d.h. Einkauf von Strom und Verkauf an Endkunden)

Worin unterscheiden sich diese drei Märkte von Märkten für andere Güter? Oberflächlich betrachtet gibt es diese Struktur auch z.B. bei Automobilen, denn auch diese werden natürlich produziert (Erzeugung), transportiert und (von Autohändlern) gekauft und an Endkunden weiterverkauft (Vertrieb). Bei Erzeugung und Vertrieb lassen sich auch in der Tat keine wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Gütern erkennen. Beim Transport von Strom jedoch stehen, anders als bei fast allen anderen Gütern, keine frei zugänglichen Transportwege (z.B. Autobahnen, Bahnstrecken) zur Verfügung, sondern dieser muß durch spezielle Netze geleitet werden, die sich in der Hand privater Unternehmen befinden.



 
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